Der Skoro La liegt auf etwa 4.900–5.070 m (die Quellen weichen leicht voneinander ab, daher ein Näherungswert) im Masherbrum-Gebirge und ist die alte Fußroute zwischen dem Shigar-Tal und Askole — dem letzten Dorf vor dem Baltoro-Gletscher. Die gesamte Überquerung dauert 7–9 Tage, beginnt und endet an Jeep-Straßen auf beiden Seiten, mit einem harten Tag über Schnee und Moräne am Pass selbst. Am besten geht man von Juli bis Mitte September, wenn die Route frei von Neuschnee ist. Das ist kein Einsteigertrek: Es ist eine anstrengende, abgelegene Route mit Gletscherüberquerung für Trekker, die bereits Höhenerfahrung und etwas Kletterpraxis mitbringen.
Die meisten Reisenden, die nach Skardu fliegen, fahren direkt über die Braldo-Jeepstraße nach Askole und starten dort ihren Trek. Der Skoro La ist der andere Weg hinein — zu Fuß, über einen Pass, vorbei an Dörfern, die die Jeepstraße auslässt. Er ist ruhiger als der Baltoro-Zustieg, härter als vieles, was in Gilgit-Baltistan als „moderater“ Trek verkauft wird, und belohnt mit einem Nahblick auf das Masherbrum-Massiv, den man vom Hauptweg aus nicht bekommt. Wir bieten ihn als eigenständiges Abenteuer an — und als Zustiegsvariante vor K2-Basislager- oder Concordia-Touren für Reisende, die mehr Trekking und weniger Jeep wollen.
Das Wichtigste in Kürze
- Passhöhe: etwa 4.900–5.070 m (je nach Quelle unterschiedlich; als Näherungswert zu verstehen).
- Route: Shigar-Tal (über Churka/Skoro-Dorf) → Skoro La → Askole, im Braldu-Tal.
- Dauer: 7–9 Tage, je nach Startpunkt und eingeplanten Akklimatisierungstagen.
- Beste Saison: Juli bis Mitte September — außerhalb dieses Fensters liegt am Pass mehr Schnee und das Risiko steigt.
- Schwierigkeit: anstrengend — steile Anstiege, eine Gletscherüberquerung und ein langer, exponierter Passtag.
- Erfordert ein pakistanisches Trekking- & Bergsteiger-Visum, kein normales Touristenvisum.
Wo er liegt und warum er wichtig ist
Der Skoro La durchschneidet das westliche Ende des Masherbrum-Gebirges und verbindet das untere Shigar-Tal mit dem Braldu-Tal bei Askole. Geografisch ist er eine Abkürzung: Statt die lange, holprige Jeepstraße durch die Braldu-Schlucht nach Askole zu fahren, kann man vom Shigar-Tal über den Grat laufen und auf der anderen Seite ins selbe Dorf absteigen. Genau dafür wurde er historisch genutzt — als Fuß- und Tragtierroute, die Shigars Bauerndoerfer mit den Hirtengemeinschaften und dem Handel weiter oben im Braldu-Tal verband, lange bevor es überhaupt eine Jeepstraße gab.
Für Trekker von heute ist diese Geschichte auf dem Weg selbst noch spürbar: Weiler, Weidegründe und eine Route, die gelebt wirkt statt für den Tourismus gebaut. Man bekommt echtes Balti-Dorfleben an beiden Enden, einen ordentlichen Hochpass in der Mitte und die Westwände des Masherbrum, die den größten Teil der Überquerung den Horizont füllen.
Die Route, Schritt für Schritt
- Tag 1 – Skardu nach Shigar/Churka. Fahrt das Shigar-Tal hinauf, vorbei am Shigar Fort und der Kette von Obstdoerfern, zum Trailhead bei Churka. Kurzer Fußmarsch zum ersten Camp.
- Tag 2–3 – Hinauf durch Skoro Lungma. Ein langer, stetiger Anstieg durch Seitentäler und Weiden, Höhengewinn Richtung Schneegrenze. Die Camps werden mit zunehmender Höhe einfacher.
- Tag 4 – Überquerung des Skoro La. Der harte Tag: Start vor Sonnenaufgang, mehrere Stunden auf Fels und Schnee bis zum Pass, dann ein langer Abstieg auf den Skoro-La-Gletscher auf der anderen Seite. Wetter und Schneelage entscheiden, wie der Tag tatsächlich verläuft.
- Tag 5–6 – Abstieg nach Thall Brakk und in die Braldu-Dörfer. Steiler Abstieg vom Gletscher, durch kleine Weiler (Manjong, Kurpe) zum Braldu-Fluss, der über eine Hängebrücke überquert wird.
- Tag 7 – Askole. Ankunft in Askole, dem letzten dauerhaft bewohnten Dorf vor dem Baltoro-Gletscher — entweder Ende der Reise oder Start eines K2-Basislager- oder Concordia-Treks für Reisende, die weiterziehen.
- Zusatztage. Wir planen einen Pufferzusätzlichen Tag rund um die Passquerung für Wetter ein, plus die Rückfahrt von Askole nach Skardu (oder direkt weiter auf den Baltoro).
Der Ausblick — und ein Stück Geschichte
Vom Pass aus blickt man direkt in das westliche Masherbrum-Gebirge — eine Wand aus Fels und hängenden Gletschern, ohne das Gedränge des Baltoro-Hauptwegs. Berichte von Expeditionen aus dem frühen 20. Jahrhundert, darunter die Workman-Expeditionen, die den Skoro-La-Gletscher kartierten, beschreiben ihn als einen der anspruchsvolleren kleineren Pässe der Region — und wer ihn heute begeht, wird das bestätigen. Er ist kein berühmter Name wie der Gondogoro La, und genau das macht seinen Reiz aus: Man überquert wirklich stilles Gelände.
Wann man gehen sollte
| Monate | Bedingungen | Einschätzung |
|---|---|---|
| Mai – Juni | Am Pass liegt oft noch Schnee; Flussquerungen können durch Schmelzwasser stark anschwellen | Grenzwertig — nur mit flexiblem Zeitplan und dem Urteil eines erfahrenen Guides |
| Juli – Mitte September | Pass meist frei von Neuschnee, Weg und Gletscherquerung am stabilsten | Beste Zeit |
| Ende September – Oktober | Kältere Nächte, wachsendes Risiko von frühem Schnee am Pass | Möglich, aber das Fenster schließt sich schnell — vor Buchung mit uns sprechen |
| November – April | Pass durch Schnee gesperrt | Nicht versuchen |
Wie schwer ist es wirklich
Anstrengend. Das ist keine gemütliche Talwanderung. Es erwarten Sie lange Trekkingtage (bis zu 10 Stunden am Passtag), eine echte Gletscherüberquerung mit Spaltenrisiko, steiles, lockeres Gelände auf beiden Seiten des Passes und mehrere Tage ohne Fahrzeugzugang und ohne schnellen Ausweg. Für Gruppen ohne vorherige Höhenerfahrung stufen wir ihn als anspruchsvoller als den Gondogoro La ein — er ist kürzer, aber weniger begangen, was weniger Spielraum bedeutet, falls etwas schiefgeht. Gute Fitness, etwas Höhenerfahrung und ein Guide, der die aktuellen Gletscherbedingungen kennt, sind hier keine Verhandlungssache.
Zwei Schemata



Sicherheit, ohne Umschweife
Das eigentliche Risiko liegt am Passtag selbst: eine Gletscherüberquerung mit Spaltengefahr, wechselhaftes Wetter in der Höhe und mehrere Tage zwischen Pass und nächster Jeepstraße auf beiden Seiten. Wir führen auf jeder unserer Touren ein Satellitentelefon mit und haben für diesen Teil des Karakoram einen etablierten Kontakt für Hubschrauberrettung sowie einen Evakuierungsplan, bevor irgendjemand Skardu verlässt — nicht als Nachgedanke, sondern als Voraussetzung dafür, dass die Tour überhaupt stattfindet. Schließen Sie vor der Buchung eine ordentliche Trekkingversicherung mit Höhen- und Hubschrauber-Evakuierungsschutz ab — siehe unseren Ratgeber zur Reiseversicherung für Höhentrekking in Pakistan.
Genehmigungen & Visum
Für Trekking in dieser Zone ist ein Trekking- & Bergsteiger-Visum bzw. -Genehmigungsverfahren erforderlich — das unterscheidet sich von einem gewöhnlichen pakistanischen Touristenvisum, und man sollte es frühzeitig regeln. Details in unserem Pakistan-Visumsleitfaden für internationale Trekker.
Anreise und Kosten
Sie fliegen oder fahren zunächst nach Skardu — beide Optionen in unserem Leitfaden Anreise nach Skardu. Von Skardu geht es das Shigar-Tal hinauf zum Trailhead, vorbei am Shigar Fort und den historischen Dörfern, die sich als zusätzlicher Tag vor oder nach dem Trek gut eignen. Die Preisgestaltung hälten wir persönlich, abhängig von Gruppengröße, Terminen und ob Sie den Skoro La mit einer Weiterreise zu den Trango Towers oder weiter zum K2 kombinieren — schreiben Sie uns auf WhatsApp, und wir nennen Ihnen eine klare Zahl, keine Broschürensumme.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Skoro La genau?
Quellen geben zwischen etwa 4.900 m und 5.070 m an — als Näherungswert betrachten; unterschiedliche Vermessungen und Routenvarianten erklären die Abweichung.
Ist der Skoro La schwieriger als der Gondogoro La?
Er ist kürzer, wird aber deutlich seltener begangen und beinhaltet eine echte Gletscherüberquerung mit weniger Infrastruktur und weniger anderen Gruppen in der Nähe, falls etwas schiefgeht. Wir stufen ihn als mindestens ebenso ernst ein und empfehlen ihn nur Trekkern mit vorheriger Höhenerfahrung.
Kann ich den Skoro La mit dem K2-Basislager kombinieren?
Ja — da er in Askole endet, eignet er sich gut als ruhigere Alternativroute vor unserem K2-Basislager-Trek.
Brauche ich einen Guide?
Ja. Gletscherbegehung, Routenfindung am Pass und aktuelle Schneebedingungen erfordern lokales Wissen. Wir setzen zu 100% lokale Balti-Guides aus Shigar und Askole ein, die diese spezielle Überquerung kennen.
Welche Genehmigungen brauche ich?
Ein Trekking- & Bergsteiger-Visum, das sich von einem Touristenvisum unterscheidet — aktuelle Details in unserem Visumsleitfaden. Werfen Sie während der Vorbereitung auch einen Blick auf unsere Karakoram-Packliste und unseren Akklimatisierungsguide.
Wollen Sie den Skoro La mit Leuten gehen, die ihn tatsächlich schon überquert haben?
Lokales Balti-Team, kein Vermittler — echte Sicherheitsplanung, faire Preise.
WhatsApp +92 312 9921574 oder E-Mail info@karakoramventure.com
Quellen & Bildnachweise: Passfoto von blackseav (CC BY 3.0); Foto des Braldu-Flusses von Anas4045 (CC BY-SA 4.0); Foto des Shigar-Taleingangs von Syed M. Mohsin Jilani (CC BY-SA 3.0) — alle via Wikimedia Commons.

