Der Rakaposhi ist ein 7.788 m hoher Karakorum-Riese im Nagar-Tal in Gilgit-Baltistan, rund 100 km nördlich von Gilgit, und der 27. höchste Berg der Erde. Eine vollständige Expedition dauert von Tür zu Tür etwa 40 Tage, mit dem Basislager auf der Tagafari-Alm oberhalb von Minapin; der Gipfelversuch fällt meist zwischen Ende Juni und Ende Juli. Die Standardlinie ist der Südwestsporn, erstmals 1958 begangen — lang, verschneit, ausgesetzt und kein Siebentausender für Einsteiger. Rechne mit tiefem Spurarbeit, echter Lawinengefahr und einem Berg, der weit mehr Teams zurückschickt als durchlässt.
Wir organisieren den Rakaposhi von Skardu und Gilgit aus mit unserem eigenen Balti-Team, und wir sagen es dir offen: Das ist ein ernster Berg mit einer dünnen Erfolgsbilanz. Er ist nicht der Spantik mit einer größeren Zahl. Wenn du auf einem Sechstausender gestanden hast, dich auf steilem Schnee sicher bewegst und wochenlang auf 6.000 m leben kannst, nehmen wir dich mit. Wenn nicht, schicken wir dich dieses Jahr lieber auf den Basislager-Trek und nächstes Jahr auf den Berg. Das ist die bessere Antwort als ein schlechter Gipfeltag.

Das Wichtigste in Kürze
- Höhe: 7.788 m (25.551 ft) — 27. höchster Berg der Welt, Schartenhöhe 2.818 m.
- Wo: Karakorum, zwischen dem Nagar- und dem Bagrote-Tal, rund 100 km nördlich von Gilgit.
- Normalroute: der Südwestsporn / -grat, die Erstbegehungslinie von 1958 — lang, nicht extrem technisch, aber mit sperrigen Felsgendarmen im oberen Teil.
- Saison: Juni bis August, die meisten Gipfelversuche zwischen Ende Juni und Ende Juli.
- Dauer: plane rund 40 Tage (ungefähr) inklusive Anmarsch, Rotationen und Wartezeit auf das Wetter.
- Lokaler Name: Dumani im Burushaski — „Mutter des Nebels“.
Wo der Rakaposhi steht — und warum man am Straßenrand anhält
Wer den Karakorum Highway von Gilgit nach Norden fährt, muss den Rakaposhi nicht suchen. Er füllt die Windschutzscheibe. Das Massiv zieht sich fast 20 km von Ost nach West, und auf seiner Nordseite steigt es rund 5.900 m auf nur 11,2 km horizontaler Distanz über dem Hunza-Fluss auf — einer der ununterbrochensten Anstiege vom Talboden zum Gipfel weltweit. Bei Ghulmet gibt es einen Aussichtspunkt an der Straße, den die Einheimischen Zero Point nennen: näher kommt man einem 7.788er nicht, ohne zu laufen.
Der Berg liegt zwischen Nagar und Bagrote. Expeditionen arbeiten von der Nagar-Seite aus und gehen vom Dorf Minapin los — demselben Ausgangspunkt wie beim Rakaposhi-Basislager-Trek und beim Diran. Das Basislager ist die Alm von Tagafari oberhalb des Minapin-Gletschers.
Die Route, Schritt für Schritt
Der Südwestsporn ist die Linie, die fast jedes kommerzielle Team nutzt. Ein langer Schnee- und Eisgrat mit einigen heiklen Felsgendarmen im oberen Bereich — keine verzweifelte Kletterei, aber anhaltend, hoch und gnadenlos gegenüber langsamen Seilschaften. Die Lager verschieben sich je nach Verhältnissen; die folgende Struktur ist unsere Planungsgrundlage.
- Tag 1–3 — Islamabad nach Gilgit und Minapin. Flug oder Fahrt über den KKH, dann der kurze Transfer nach Nagar.
- Tag 4–5 — Minapin über Hapakun zum Basislager Tagafari (ca. 3.500 m). Zwei leichte Gehtage durch Birkenwald und Weiden mit Trägern.
- Tag 6–12 — Materialtransport und Lager 1. Routenfindung auf den Sporn, Fixieren der ersten Steilstufen, hoch schlafen und wieder absteigen.
- Tag 13–22 — Rotationen zu Lager 2 und Lager 3. Die lange Akklimatisationsarbeit. Hier passiert der größte Teil der eigentlichen Arbeit.
- Tag 23–32 — Das Warten auf das Wetter. Tief ausruhen, Prognosen beobachten, die Route versorgt halten. Geduld ist auf diesem Berg eine Fähigkeit.
- Tag 33–37 — Gipfelversuch. Vom Basislager in drei bis vier Tagen ins Hochlager, ein langer Gipfeltag am oberen Grat, dann direkt wieder hinunter.
- Tag 38–40 — Berg räumen und Heimreise. Lager abbauen, Abmarsch nach Minapin, Rückreise über Gilgit.

Eine kurze, harte Besteigungsgeschichte
Martin Conway erkundete 1892 die Südseite. Secord und Vyvyan unternahmen 1938 die erste richtige Rekognoszierung. 1947 kehrte Secord mit H. W. Tilman und den Schweizern Hans Gyr und Robert Kappeler zurück und erreichte am Südwestsporn etwa 5.800 m. Ein Team der Universität Cambridge unter Alfred Tissières kam 1954 auf 6.340 m; George Band, später am Kangchendzönga, war dabei. Mike Banks führte 1956 ein britisch-amerikanisches Team auf 7.163 m.
Der Gipfel fiel schließlich am 25. Juni 1958, als Mike Banks und Tom Patey über den Südwestsporn ausstiegen — ohne zusätzlichen Sauerstoff und bei schlechtem Wetter. Beide kamen mit leichten Erfrierungen zurück. Danach schloss der Berg seine Tür: Erst 1979 folgten die nächsten Besteigungen — ein polnisch-pakistanisches Team über den Nordwestgrat vom Biro-Gletscher und eine japanische Expedition der Waseda-Universität unter Eiho Ohtani über den Nordsporn, sechs Wochen Arbeit und 5.000 m Fixseil. 1984 nahmen die Kanadier Barry Blanchard, David Cheesmond und Kevin Doyle den Nordsporn im halbalpinen Stil mit einem Bruchteil dieses Seils. In jüngerer Zeit standen Kazuya Hiraide und Kenro Nakajima 2019 oben, und 2021 bestieg der aus Gilgit-Baltistan stammende Wajidullah Nagari den Berg mit den Tschechen Jakub Vlček und Petr Macek — ein Ergebnis, das der Bergführer-Gemeinschaft hier oben viel bedeutet hat.
Lies die Liste noch einmal und achte darauf, was fehlt: Andrang. Zwischen Erst- und Zweitbesteigung lagen 21 Jahre. Der Rakaposhi ist kein Modeberg.

Wann man gehen sollte
| Monate | Verhältnisse | Fazit |
|---|---|---|
| April – Mai | Viel Schnee am Sporn, hohe Lawinengefahr, kalte Lager | Nur Anmarsch und Akklimatisation — zu früh für die Höhe |
| Anfang Juni | Schneedecke setzt sich, Routenarbeit beginnt, Wetter noch unbeständig | Gut für Ankunft, Materialtransport und Rotationen |
| Ende Juni – Juli | Stabilste Phase des Jahres, längste Tage, am besten gesetzter Schnee | Das Gipfelfenster — plane den Versuch hier |
| August | Wärmer, feuchter, mehr Steinschlag und weicherer Schnee am oberen Sporn | Machbar, aber abnehmend; späte Versuche werden schwerer |
| Ab September | Kälte kehrt schnell zurück, kurze Tage, Stürme | Gipfelsaison vorbei; zum Trekken darunter weiterhin gut |
Wer das größere regionale Bild vor der Flugbuchung will: unser Leitfaden zur besten Reisezeit für Gilgit-Baltistan deckt den ganzen Kalender ab.
Wie schwer ist es wirklich
Technisch ist der Südwestsporn moderat: steiler Schnee, etwas Eis, ein paar Felsstufen und Gendarmen im oberen Teil, die Zeit fressen. Schwer macht den Rakaposhi alles andere. Der Grat ist lang. Der Berg macht sein eigenes Wetter — Mutter des Nebels ist kein poetischer Name, sondern eine Prognose. Schneeauflast am Sporn und Lawinen sind die wichtigste objektive Gefahr. Und der Gipfeltag ist groß auf knapp 7.800 m, ohne Fixseil-Autobahn und ohne andere Teams, die für dich spuren.
Was wir von Bergsteigern verlangen: Erfahrung über 6.000 m, Sicherheit auf 45–55° Schnee, sauberer Umgang mit Steigeisen und Pickel, Selbstrettung und Spaltentechnik, und die Fitness, wochenlang Lasten zu tragen statt eine Woche zu sprinten. Wer sich hinarbeitet: der Spantik ist die ehrliche Zwischenstufe, Malubiting und Haramosh liegen in derselben Nachbarschaft. Lies unseren Akklimatisations-Leitfaden, bevor du deine Rotationen planst — an einem Berg mit so viel Wartezeit entscheidet die Akklimatisation mehr über den Gipfel als die Geschwindigkeit. Packe für kalte, nasse Wochen, nicht für eine Woche: unsere Karakorum-Ausrüstungsliste ist der Ausgangspunkt.
Anreise und Kosten
Flug Islamabad–Gilgit oder Fahrt über den Karakorum Highway, wenn das Wetter die Flüge stoppt — plane so oder so Puffertage ein. Von Gilgit geht es kurz nach Norden nach Minapin, dort beginnt der Weg nach Tagafari. Auch Skardu funktioniert, wenn du den Rakaposhi mit einer Baltistan-Reise kombinierst.
Zum Geld: Wir halten die Preisgestaltung persönlich, statt eine Zahl zu veröffentlichen, die veraltet, sobald sich Genehmigungsgebühren, Trägerlöhne oder Hubschrauber-Kautionen ändern. Sag uns Teamgröße, Termine und ob du Vollverpflegung oder reinen Basislager-Service willst, und wir schicken eine echte Aufstellung. Versprochen ist das, was hinter der Zahl steht — fairer Preis, keine Abstriche bei Guides, Verpflegung oder Rettungsplan. Lokale Hände, echte Sicherheit, fairer Preis.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Rakaposhi?
Der Rakaposhi ist 7.788 m (25.551 ft) hoch und damit der 27. höchste Berg der Welt, mit einer Schartenhöhe von 2.818 m. Er steht im Karakorum zwischen dem Nagar- und dem Bagrote-Tal, rund 100 km nördlich von Gilgit.
Wer bestieg den Rakaposhi zuerst, und wann?
Mike Banks und Tom Patey einer britischen Expedition erreichten den Gipfel am 25. Juni 1958 über den Südwestsporn, ohne zusätzlichen Sauerstoff. Beide erlitten leichte Erfrierungen. Die zweite Besteigung gelang erst 1979.
Wie lange dauert eine Rakaposhi-Expedition?
Plane rund 40 Tage (ungefähr) für Anreise, Zustieg zum Basislager Tagafari, mehrere Akklimatisationsrotationen, Wartezeit auf das Wetter, Gipfelversuch und Rückreise. Kürzere Programme gibt es auf dem Papier, sie lassen aber kaum Spielraum für das Wetter dieses Berges.
Was ist die beste Saison für den Rakaposhi?
Juni bis August, die meisten Gipfelversuche zwischen Ende Juni und Ende Juli, wenn sich die Schneedecke gesetzt hat und das Wetter am beständigsten ist. August ist machbar, aber wärmer und unzuverlässiger.
Brauche ich eine Genehmigung für den Rakaposhi?
Ja. Der Rakaposhi erfordert eine Besteigungsgenehmigung und einen Verbindungsoffizier — anders als eine Trekkinggenehmigung für offene Zonen — sowie ein Trekking- und Bergsteigervisum für Pakistan. Wir erledigen den Papierkram für unsere Teams; beginne rechtzeitig vor deinen Terminen.
Sprich mit dem Team, das hier lebt
Wir sind ein lokales Balti-Team in Skardu, kein Vermittler, der deine Buchung weiterverkauft. Du sprichst mit den Leuten, die mit dir im Lager stehen werden.
WhatsApp: +92 312 9921574
E-Mail: info@karakoramventure.com
Schreib uns „Rakaposhi“ mit deinen Terminen und der Teamgröße, und wir melden uns mit Routenplan, Genehmigungs-Zeitplan und einer echten Kalkulation.
Quellen & Bildnachweis: Höhen-, Geschichts- und Routendaten aus Wikipedia (Rakaposhi), dem American Alpine Journal und dem Himalayan Journal. Bilder: „Face of Rakaposhi“ von Sheba rizvi (CC BY-SA 4.0); „A view of Rakaposhi from tagahaphari“ von FarazRafaqat (CC BY-SA 4.0); „Morning Rise on Rakaposhi“ von mhtoori (CC BY-SA 4.0) — alle via Wikimedia Commons. Lagerhöhen und Tagesangaben sind ungefähr und variieren je nach Saison.

